Der Verband zur Interessenvertretung von Arbeitslosen und Arbeitssuchenden Lettlands (Latvijas bezdarbnieku un darba meklētāju interešu aizstāvības biedrība) ist eine Nichtregierungsorganisation, die am 5. Dezember 2012 gegründet wurde. Die Tätigkeit des Verbandes ist auf die Interessenvertretung von Arbeitslosen, Arbeitssuchenden, Menschen mit Behinderungen und sozial schwachen Personen sowie auf die Entwicklung der Zivilgesellschaft und den Schutz der Menschenrechte ausgerichtet.
Das Ziel des Verbandes ist es, die Interessen jener Menschen zu vertreten und zu verteidigen, deren Stimme im Alltag oft ungehört bleibt: die Interessen von Arbeitslosen, Arbeitssuchenden, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit niedrigem Einkommen und anderen sozial schwachen Bevölkerungsgruppen. Der Verband setzt sich für eine gerechtere, zugänglichere und für den Menschen verständlichere staatliche Verwaltung ein und legt besonderes Augenmerk auf soziale Sicherheit, Beschäftigungsfragen, Behindertenpolitik, Arbeitsrecht und die Beteiligung der Gesellschaft an Entscheidungsprozessen.
Der Verband ist der Überzeugung, dass Arbeitslosigkeit, Behinderung, niedriges Einkommen oder soziale Unsicherheit nicht zum Grund dafür werden dürfen, einen Menschen vom gesellschaftlichen Leben auszuschließen. Jeder Mensch hat das Recht auf einen würdevollen Umgang, die Möglichkeit, seine Interessen zu vertreten, und auf staatliche sowie kommunale Unterstützung in verständlicher, gerechter und angemessener Form.
Die Tätigkeit des Verbandes umfasst mehrere miteinander verbundene Bereiche:
- Interessenvertretung von Arbeitslosen und Arbeitssuchenden;
- Schutz der Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderungen;
- Vertretung der Interessen sozial schwacher Bevölkerungsgruppen;
- Förderung der bürgerlichen Beteiligung;
- Erarbeitung von Vorschlägen und Einwänden in Gesetzgebungsprozessen;
- Information der Öffentlichkeit über sozial, rechtlich und staatlich bedeutsame Themen;
- Zusammenarbeit mit staatlichen, kommunalen, nichtstaatlichen und anderen Institutionen;
Die Tätigkeit des Verbandes beruht auf der Überzeugung, dass die Interessen sozial schwacher Menschen nicht nur in Einzelfällen, sondern auch auf einer breiteren Ebene verteidigt werden müssen: bei der Ausarbeitung von Gesetzen, in der staatlichen Politikplanung, in der Arbeit der Kommunen und im öffentlichen Raum.
Der Verband beteiligt sich aktiv an der Interessenvertretung der Gesellschaft, unter anderem durch die Teilnahme an der Beratung von Rechtsakten und an Entscheidungsprozessen der staatlichen Verwaltung. Der Verband bringt Vorschläge, Einwände und Stellungnahmen im öffentlichen Portal für Gesetzentwürfe ein und greift Themen auf, die den sozialen Schutz, die Behindertenpolitik, den Zugang zur Gesundheitsversorgung, den Einkommensschutz der Bevölkerung, die Verhältnismäßigkeit von Schuldenbeitreibungen, die Transparenz öffentlicher Finanzierung und die Wahrung rechtsstaatlicher Grundsätze betreffen. Im Jahr 2025 hat der Verband Vorschläge und Einwände in mehr als zehn Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Diese Tätigkeit zeugt von einem praktischen und zielgerichteten Engagement für die Entwicklung der Zivilgesellschaft, denn der Verband weist nicht nur auf Probleme hin, sondern bietet auch Lösungen und juristisch begründete Vorschläge an.
Die Beteiligung des Verbandes an Gesetzgebungsprozessen ist von Bedeutung, da viele sozial schwache Menschen selbst nicht an öffentlichen Anhörungen teilnehmen. Daher bemüht sich der Verband, als Mittler zwischen den alltäglichen Problemen der Menschen und den Entscheidungen der staatlichen Verwaltung zu wirken.
Der Verband ist im Register der Interessenvertreter des Unternehmensregisters der Republik Lettland eingetragen, was seine Tätigkeit im offenen und gesetzlich geregelten Prozess der Interessenvertretung bestätigt.
Seit dem 31. Januar 2018 ist der Verband dem Memorandum über die Zusammenarbeit zwischen Nichtregierungsorganisationen und dem Ministerkabinett beigetreten. Dieser Schritt bestätigt die Bereitschaft des Verbandes, am Dialog mit der staatlichen Verwaltung teilzunehmen und die Rolle des nichtstaatlichen Sektors bei der Lösung gesellschaftlich wichtiger Fragen zu stärken.
Im Jahr 2020 trat der Verband auch dem Memorandum über die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung Riga und Nichtregierungsorganisationen bei und bekundete damit seine Bereitschaft, auch auf kommunaler Ebene zusammenzuarbeiten. Der Verband ist der Auffassung, dass bei der Lösung sozialer Probleme nicht nur die staatliche Politik, sondern auch das Handeln der Kommunen eine wesentliche Rolle spielt, denn gerade die Kommunen sind oft die ersten Anlaufstellen, an die sich Menschen in Krisensituationen, bei Arbeitslosigkeit, Behinderung oder in anderen Fällen wenden.
Seit 2026 ist der Verband zudem Mitglied des Beirats für Angelegenheiten von Menschen mit Behinderungen der Ombudsperson der Republik Lettland. Diese Mitgliedschaft ist eine wichtige Bestätigung für die Arbeit des Verbandes im Bereich der Verteidigung der Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderungen. Der Verband möchte eine Politik fördern, in der Menschen mit Behinderungen nicht formal und allein nach ihrer Diagnose, sondern nach ihren tatsächlichen Bedürfnissen, Lebensumständen und Möglichkeiten zur vollwertigen Teilhabe an der Gesellschaft wahrgenommen werden.
Der Verband hat mehrfach am Projekt der staatlichen Arbeitsagentur (Nodarbinātības valsts aģentūra) „Darbam nepieciešamo iemaņu attīstība“ (Entwicklung arbeitsmarktrelevanter Fähigkeiten) teilgenommen und dabei Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Dieses Projekt ist ein praktisches Beispiel dafür, dass die Arbeit des Verbandes nicht nur im Verfassen von Vorschlägen und in der schriftlichen bürgerlichen Beteiligung besteht, sondern auch in der realen Einbindung von Menschen in das Arbeitsumfeld.
Der Verband möchte ein Umfeld fördern, in dem Arbeitslose, Arbeitssuchende und Menschen mit Behinderungen Fähigkeiten entwickeln, praktische Erfahrungen sammeln und schrittweise auf den Arbeitsmarkt zurückkehren können. Besonders wichtig ist dies für Menschen, die lange Zeit außerhalb des Arbeitsmarktes standen oder deren Möglichkeiten durch Gesundheitszustand, Behinderung, Alter, fehlendes Einkommen oder soziale Ausgrenzung eingeschränkt sind.
Der Verband ist der Auffassung, dass der Zugang zum Arbeitsmarkt nicht nur eine wirtschaftliche Frage ist. Er ist auch eine Frage der menschlichen Würde, der Selbstbestimmung und der sozialen Inklusion.
Am 11. Dezember 2025 hat der Verband sein Massenmedium „Latvijas INFO“ mit der Registrierungsnummer 000740610 registriert. „Latvijas INFO“ ist als Instrument zur Information der Öffentlichkeit und zur Förderung der bürgerlichen Beteiligung gedacht. Mit seiner Hilfe plant der Verband, sozial, rechtlich und gesellschaftlich bedeutsame Themen aufzugreifen, Gesetzentwürfe sowie Entscheidungen des Staates und der Kommunen zu erläutern und auf Probleme aufmerksam zu machen, die Menschen mit Behinderungen, Arbeitslose, Arbeitssuchende und andere sozial schwache Bevölkerungsgruppen betreffen. Der Verband ist der Überzeugung, dass die Information der Öffentlichkeit eine Form der bürgerlichen Beteiligung ist. Ein Mensch kann seine Rechte nicht verteidigen, wenn er nicht versteht, wie Entscheidungen getroffen werden, wohin er sich wenden kann, welche Rechtsakte geändert werden und wie sich diese Änderungen auf sein Leben auswirken können.
In Zukunft plant der Verband, „Latvijas INFO“ als Plattform weiterzuentwickeln, die sowohl der Information der Öffentlichkeit dient als auch Arbeitssuchenden, Arbeitslosen und Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit bietet, praktische Erfahrungen in der Erstellung von Inhalten, in der Redaktionsarbeit, in der öffentlichen Kommunikation und im Journalismus zu sammeln.
Warum brauchen wir die Unterstützung der Gesellschaft?
Die Arbeit des Verbandes basiert bisher weitgehend auf ehrenamtlicher Tätigkeit, persönlicher Initiative und begrenzten Mitteln. Um die Aktivitäten in den Bereichen Interessenvertretung, Information der Öffentlichkeit und soziale Inklusion fortzuführen und weiterzuentwickeln, ist der Verband auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen.
Spenden würden helfen, die Arbeit des Verbandes in mehreren Richtungen zu stärken:
- Erarbeitung von Vorschlägen und Einwänden in Gesetzesänderungsprozessen;
- Vertretung der Interessen von Arbeitslosen, Arbeitssuchenden und Menschen mit Behinderungen;
- Ausbau der Aktivitäten zur Information der Öffentlichkeit;
- Weiterentwicklung der Tätigkeit des Massenmediums „Latvijas INFO“;
- Förderung der Teilhabe sozial schwacher Menschen am gesellschaftlichen Leben;
- Verbesserung der Fähigkeit des Verbandes, an Projekten teilzunehmen und zusätzliche Mittel einzuwerben;
- Sicherstellung einer qualitativ hochwertigeren Interessenvertretung auf staatlicher und kommunaler Ebene;
- Hilfe für Menschen, deren Probleme oft außerhalb der großen politischen Tagesordnung bleiben.
Der Verband möchte eine langfristige, nachhaltige und für die Gesellschaft nützliche Tätigkeit aufbauen, anstatt sich auf einzelne, kurzfristige Aktivitäten zu beschränken. Daher ist die Unterstützung der Spender ein bedeutender Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft, der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit in Lettland.
Wir sind davon überzeugt, dass eine Zivilgesellschaft mit konkretem Handeln beginnt: mit einem Antrag, einem Vorschlag, einem juristischen Argument, einer öffentlichen Frage, mit Hilfe für einen Menschen und mit beharrlicher Arbeit dafür, dass die staatliche Verwaltung gerechter, verständlicher und zugänglicher wird.
Der Verband zur Interessenvertretung von Arbeitslosen und Arbeitssuchenden Lettlands (Latvijas bezdarbnieku un darba meklētāju interešu aizstāvības biedrība) setzt sich dafür ein, dass Menschen, die mit Arbeitslosigkeit, Behinderung, sozialer Unsicherheit oder Ausgrenzung konfrontiert sind, nicht allein gelassen werden.
Mit Ihrer Unterstützung des Verbandes helfen Sie, den Schutz der Menschenrechte, die bürgerliche Beteiligung und ein sozial gerechteres Lettland zu stärken!