Geschichte der katholischen St.-Antonius-Pfarrei zu Riga
Anfänge und erste Kirche (1935–1969)
1935: Als die Zahl der Katholiken (vor allem zugezogener Letgallen) im Moskauer Vorort wuchs, gründete Bischof A. Springovičs auf dem Gelände einer Porzellanfabrik ein geistliches Zentrum.
1936: Unter der Leitung von Pfarrer A. Oļševskis wurde ein im Bereich der Ogres-Straße gekauftes Gebäude zu einer Kirche umgebaut. Sie wurde am 23. Mai 1936 geweiht.
Gemeindeleben: Gottesdienste und Gesang fanden überwiegend auf Lettgallisch statt. Daneben entfaltete sich ein reges geselliges Leben (Konzerte, Lotterien). Als Organisten wirkten hier Boļeslavs Jermaks und später sein Sohn Jānis Jermaks.
Sowjetmacht und Umzug in die Friedhofskapelle (1969–2004)
1969: Die Sowjetmacht beschloss, die Kirche abzureißen, um an ihrer Stelle eine Sporthalle für Studenten zu errichten. Die Proteste der Gemeinde und eine Reise nach Moskau konnten das Gebäude nicht retten.
Dezember 1969: Die Gemeinde zog in die Lielā-kalna-Straße um – in eine ehemalige orthodoxe Holzkapelle auf dem Ivan-Friedhof.
Wirken auf dem Friedhof: Obwohl die Räume ein Jahr später niederbrannten, wurde das Gebäude wiederhergestellt. Die Gemeinde verbrachte mehr als 20 Jahre auf dem Friedhof. Sie wurde von mehreren Pfarrern betreut, darunter Vilhelms Ņukšs (der spätere Bischof) und Oļģerts Daļeckis.
2004: Das Kapellengebäude wurde den Orthodoxen zurückgegeben. Die Gemeinde zerstreute sich vorübergehend, doch das Inventar wurde in der neu errichteten Dreifaltigkeitskirche in Purvciems untergebracht.
Bau des neuen Gotteshauses in Ķengarags (seit 2009)
2009–2012: Damit die Gemeinde wieder eine eigene Kirche hätte, begann unter der Leitung von Monsignore O. Daļeckis die Suche nach einem Standort. 2011 wurde ein Grundstück in Ķengarags erworben, und Ende 2012 wurde die Baugenehmigung erteilt.
Bau: Die neue Kirche wurde in knapp zwei Jahren allein aus den Spenden der Gläubigen errichtet. Die Entwurfsverfasserin ist die Architektin Marija Zēberga.