Geboren in Litauen, aufgewachsen in Lettland! Trotz aller Schwierigkeiten hat sie zwei Kriege und die Zeit der sowjetischen Verfolgung überstanden. Der Grundstein des Gotteshauses wurde am 9. Mai 1865 gelegt. Damals gehörte das Gebiet zum Gouvernement Kowno des Russischen Kaiserreichs.
Ihr Gotteshaus errichteten die örtlichen Hofbesitzer aus eigener Kraft. Fast die Hälfte des für den Bau und die Inneneinrichtung der Kirche benötigten Geldes spendeten die Budberger Gemeinde selbst und die Besitzer der umliegenden Güter. Spenden kamen auch von lutherischen Gemeinden in Jelgava, Biržai, Tartu, Sankt Petersburg und Deutschland. Zu den Spendern gehörten der Gustav-Adolf-Verein (Deutschland), der preußische König Wilhelm und der hannoversche König Georg. Baron von Budberg verkaufte Ziegel und Dachziegel für den Kirchenbau mit 20 % Rabatt. Der erste Gottesdienst in der noch unvollendeten Kirche fand am 11. Dezember 1866 statt.
Nach der Gründung des unabhängigen lettischen Staates im Jahr 1918 lag die Kirche auf litauischem Gebiet. 1921 übernahm Lettland dieses Gebiet sowie Aknīste und die Gemeinde Ukri von Litauen im Austausch gegen Palanga und Šventoji.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Turmspitze der Kirche zerstört, und russische Soldaten verwüsteten die von August Martin gebaute Orgel. Sowohl die Orgel als auch die Turmspitze wurden mit Gottes Segen, dank der Spender und des Enthusiasmus der Gemeinde, wiederhergestellt. Das Gotteshaus steht unter Denkmalschutz.
Die St.-Pauls-Kirche zu Budberg war nie für Gottesdienste geschlossen und ist bis heute in Betrieb. Gottesdienste finden jeden dritten Sonntag im Monat um 15:00 Uhr statt. Von Weihnachten bis Ostern finden keine Gottesdienste statt.
Die St.-Pauls-Kirche zu Budberg feierte am 24. Mai 2025 ihr 160-jähriges Jubiläum.
Eine besondere Bedeutung hat hier auch das Gedenken – im Kirchgarten befindet sich ein Ort, der mit den Verbannten verbunden ist, und Bäume, die still von jenen erzählen, die fortgebracht, aber nicht vergessen wurden.
Deine Spende ist nicht nur eine Finanzierung – sie ist eine Investition in einen Ort, der eine Seele hat. Jeder Euro hilft, die Budberger Kirche Schritt für Schritt für kommende Generationen wiederherzustellen und zu bewahren.